Hörverstehen-Transkription
T1A
Wenn man eine Zahl mit einer anderen Zahl malnimmt,”multipliziert“man sie.Das Mal-Rechnen heiβt”Multiplikation“.Der Term,also der Rechenausdruck,heiβt”Produkt“.Das Ergebnis ist der Wert des Produkts.Der Term einer Division heiβt”Quotient“.Die Zahl,die”dividiert“wird,also die geteilt wird,heiβt”Dividend“.Die Zahl,durch die geteilt wird,ist der”Divisor“.Die Reihenfolge spielt eine Rolle bei der Division.Deswegen gibt es hier auch wieder zwei unterschiedliche Namen für die einzelnen Teile.Weil es wichtig ist,zu unterscheiden,was vor und was hinter dem Geteilt-Zeichen steht.
T1B
Die Leitfähigkeit eines Stoffes oder Stoffgemisches hängt von der Verfügbarkeit von beweglichen Ladungsträgern ab.Dies können locker gebundene Elektronen,wie beispielsweise in Metallen,aber auch in organischen Molekülen mit delokalisierten Elektronen oder Ionen sein.
Wässrige Lösungen zeichnen sich durch eine geringe Leitfähigkeit aus.Sie steigt,wenn dem Wasser Ionen,also Salze,Säuren oder Basen hinzugefügt werden.Dem entsprechend hat Meerwasser eine höhere elektrische Leitfähigkeit als Süβwasser.Reines Wasser hat eineäuβerst geringe Leitfähigkeit.
T1C
Zur Beschreibung der Eigenschaften(z.B.Länge)und Zustände von Objekten(z.B.Temperatur)verwendet der Physiker physikalische Gröβen.Man kennt vom Unterricht her noch längst nicht alle physikalischen Gröβen,aber eine ganze Reihe sollten schon bekannt sein:z.B.Länge,Fläche,Volumen,Zeit,Strom,Spannung,Ladung und Widerstand.Diese Gröβen spielen nicht nur in der Physik,sondern in vielen anderen Bereichen eine wichtige Rolle.
T2A
Elektrischer Strom flieβt auf Grund von Spannungsunterschieden zwischen den Polen einer Spannungsquelle.Man spricht hier auch von Quellenspannung.Der Strom flieβt dabei physikalisch vom Minuspol durch die elektrischen Verbraucher zum Pluspol einer Spannungsquelle.Man spricht von der physikalischen Stromrichtung.Oft spricht man auch von der technischen Stromrichtung,die vom Pluspol zum Minuspol gerichtet ist und damit der physikalischen Stromrichtung entgegengesetzt ist.In Stromlaufplänen ist man bei der technischen Stromrichtung geblieben und zeichnet die Stromrichtungspfeile von plus nach minus,z.B.bei Dioden und Transistoren.Der Spannungsunterschied gibt an,wie viel Energie notwendig ist,um den Spannungsunterschied zu erzeugen bzw.wie viel Energie frei wird,wenn der Spannungsunterschied ausgeglichen wird.
T2B
Eine elektronische Schaltung ist der Zusammenschluss von elektrischen und insbesondere elektronischen Bauelementen zu einer funktionierenden Anordnung.Eine elektronische Schaltung unterscheidet sich von einer elektrischen Schaltung durch die Verwendung von elektronischen Bauelementen.Elektronische Schaltungen können sehr einfache Funktionen erfüllen.Aber auch vielen komplexen technischen Geräten,wie z.B.Fernsehern oder Computern liegen elektronische Schaltungen zugrunde,häufig in Form von integrierten Schaltungen.Elektronische Schaltungen werden schematisch in Form eines Schaltplanes dargestellt.
T2C
Der Effektivwert oder auch im Englischen RMS-Wert gibt für elektrische Wechselspannungen und Wechselströme den Wert an,den eine Gleichspannung beziehungsweise Gleichstrom haben müsste,um dieselbe Wärmeleistung in einem rein ohm,schen Verbraucher umzusetzen.
Eine Gleichspannung von 5V erzeugt in einem Widerstand also dieselbe Leistung wie eine Wechselspannung mit einem Effektivwert von 5V.Dabei ist die Berechnung des Effektivwerts abhängig von der Signalform der Wechselspannung(Sinus,Rechteck,Dreieck).
T3A
Ein elektrisches Feld ist ein unsichtbares Kraftfeld,das durch sich gegenseitig anziehende und abstoβende elektrische Ladungen gebildet wird.Die Einheit der elektrischen Feldstärke ist Volt pro Meter.Die Stärke eines elektrischen Feldes nimmt mit zunehmender Entfernung von der Quelle ab.Statische elektrische Felder,auch als elektrostatische Felder bekannt,sind elektrische Felder,die sich zeitlich nicht verändern.Statische elektrische Felder werden durch ruhende elektrische Ladungen erzeugt.Sie unterscheiden sich von Feldern,die ihre Stärke und Richtung in einem bestimmten zeitlichen Rhythmus verändern,so wie beispielsweise die,die von Geräten,die mit Wechselstrom betrieben werden.
T3B
Ein Kondensator kann auf verschiedene Weise gebaut werden.Die einfachste Bauweise sind zwei parallele leitfähige Flächen.Die Kapazität eines Kondensators ist dann bestimmt durch die Fläche der Platten und deren Abstand sowie dem die Platten trennenden Isolators zwischen den Platten.Andere Kondensatorbauformen sind z.B.Wickelkondensatoren.Den Isolator zwischen den beiden leitenden Platten nennt man auch Dielektrikum.Ein Kondensator ist bildlich gesprochen ein Spannungsspeicher.Wenn der Kondensator aufgeladen ist,ist kein Stromfluss mehr messbar.Der Stromfluss wird durch den Kondensator unterbrochen.Schlieβt man einen Verbraucher an dem geladenen Kondensator an,liefert dieser Strom bis er entladen ist und zwar genau die Menge an Elektronen,die vorher beim Laden gespeichert wurde.
T3C
Elektrische Feldlinien
Die Feldlinien beginnen dabei auf der positiven Ladung und enden auf der negativen.Die Stärke des elektrischen Feldes ist proportional zur Feldliniendichte.In unserem Fall wäre die Feldstärke also direkt zwischen den beiden Ladungen minimal.Je näher wir uns auf die Punktladungen zu bewegen,desto gröβer wird die Feldstärke.
An diesem Beispiel können wir einige Grundregeln für das Verhalten von Feldlinien festhalten.Zunächst ist zu erwähnen,dass sich die Linien nie überkreuzen und immer von der positiven Ladung zu der negativen gehen.Auch treten sie stets senkrecht aus Leiteroberflächen aus und treten senkrecht wieder in diese ein.Ebenfalls erfahren Probeladungen in einem elektrischen Feld Kräfte tangential zu den Feldlinien.
T4A
Beim Ermitteln des Messwertes können verschiedene Fehler auftreten.Um diese Fehler auszuschlieβen sind folgende Punkte zu beachten:
a)Gebrauchslage des Messgerätes beachten.
b)Messinstrumente sind empfindlich und daher sorgfältig zu behandeln.
c)Messinstrumente sollten keiner zu hoher Temperatur ausgesetzt werden.
d)Bei analogen Messgeräten sollte das letzte Drittel der Messskala verwendet werden.
e)Magnetische Felder nehmen Einfluss auf das Messwerk.
f)Messgeräte sind trocken und staubfrei aufzubewahren.
g)Beim Messen auf Messgröβe und Messbereich achten.
h)Bei Messgeräten vor der Messung die Nullstellung des Zeigers prüfen.
T4B
Aus Platzgründen bezieht sich die Skala eines Messgerätes immer nur auf einen bestimmten eingestellten Messbereich.Da die Messwerte nicht immer im gleichen Messbereich liegen,muss der Messbereich reduziert bzw.erweitert werden.
Bei Spannungsmessgeräten wird dazu nur der Vorwiderstand des Messwerkes geändert.Bei Strommessgeräten wird der Parallelwiderstand des Messwerkes geändert.Messbereichserweiterung bei Spannungsmessern erfolgt immer dann,wenn die zu messende Spannung das Messwerk beschädigen könnte.Messbereichserweiterung bei Strommessern erfolgt immer dann,wenn der zu messende Strom das Messwerk beschädigen könnte.
T4C
Das Voltmeter enthält eine groβflächige Kupferschicht.Damit ein Kondensator entsteht,dessen Ladespannung man messen kann,wirdüber eine Erdklemme Masse an das Messgerät angelegt.Die Ladespannung des nachgestellten Kondensators kann man mit einem herkömmlichen Spannungsmesser messen und anzeigen lassen.Die Messung ist aber nicht ganz einfach.Damit man keinen Mist misst,muss man das Messgerät bzw.die Kupferschicht an die Stelle mit der gröβten Felddichte bringen.Auch das Erdungskabel muss an einer geeigneten Stelle angebracht werden.Grundsätzlich bietet sich ein Heizungsrohr an,ein geerdetes Metallteil oder zur Not tut es auch der Schutzleiter in der Steckdose.
T5A
Transformatoren sind elektrische Geräte,die aus zwei oder mehr Drahtspulen bestehen,die zurÜbertragung elektrischer Energie durch ein sichänderndes Magnetfeld verwendet werden.Einer der Hauptgründe,warum wir Wechselspannungen und-ströme in unseren Häusern und am Arbeitsplatz verwenden,ist,dass eine Wechselstromversorgung leicht in einer passenden Spannung erzeugt und in viel höhere Spannungen umgewandelt verteilt werden kann.Der Trafo kann eher als elektrisches oder elektronisches Bauteil betrachtet werden.Ein Transformator ist im Grunde genommen ein sehr einfaches statisches elektromagnetisches passives Elektrogerät,das nach dem Prinzip des Induktionsgesetzes arbeitet,indem es elektrische Energie von einem Wert in einen anderen umwandelt.
T5B
Transformatoren sind in der Lage,das Spannungs-und Stromniveau ihrer Versorgung zu erhöhen oder zu verringern,ohne die Frequenz zu verändern oder die Menge an elektrischer Leistung,dieüber das Magnetfeld von einer Wicklung zur anderenübertragen wird.Ein einphasiger Spannungswandler besteht im Wesentlichen aus zwei elektrischen Drahtspulen,von denen eine als”Primärwicklung“und die andere als”Sekundärwicklung“bezeichnet wird.Die beiden Spulenwicklungen sind galvanisch voneinander getrennt,aber durch den gemeinsamen Kern magnetisch verbunden,so dass die elektrische Leistung von einer Spule auf die andereübertragen werden kann.Wenn ein elektrischer Strom durch die Primärwicklung flieβt,entsteht ein Magnetfeld.
T5C
Induktionsspannung bei hoher und niedriger Geschwindigkeit
Bei schneller Bewegung ergibt sich eine hohe Induktionsspannung während einer kurzen Zeit und bei langsamer Bewegung eine kleinere Induktionsspannung während einer längeren Zeitdauer.Die Fläche unter der Kurve ist aber in beiden Fällen gleich groβ.
Sobald unsere Leiterschleife komplett im Magnetfeld des Hufeisenmagnetes liegt,lässt sich trotz weiterer Hinein-Bewegung keine Induktionsspannung mehr messen.Zum Zeitpunkt t1 beziehungsweise t2 befindet sich der Leiter vollständig im Magnetfeld.
Das Magnetfeld innerhalb des Hufeisenmagnetes ist homogen.Für eine elektromagnetische Induktion muss es eineÄnderung des magnetischen Flusses geben.Dazu müssen wir die Leiterschleife also aus dem Hufeisenmagnet raus oder in ihn hinein bewegen!Nicht die Bewegung an sich,sondern die Veränderung der felddurchdrungenen Fläche erzeugt die elektromagnetische Induktion.
T6A
Ein Signal besitzt einen seiner Nachricht entsprechenden Wert,zugleich enthält es die zeitlicheÄnderung der Information,den zeitlichen Werteverlauf.Diese beiden Signaldimensionen geben dazu Anlass,Signale nach ihrem Wertevorrat und Zeitverlauf zu klassifizieren;dabei können in beiden Dimensionen Quantisierungen auftreten:
1.Ein wert kontinuierliches Signal kann jeden beliebigen Wert seines Wertebereiches annehmen.2.Ein wert diskretes Signal kann nur endlich viele Werte annehmen;beschränkt sich diese Anzahl auf zwei Werte,liegt ein Binärsignal vor.3.Ein zeit kontinuierliches Signal kann seinen Wert zu jeder beliebigen Zeitändern.4.Ein zeit diskretes Signaländert seinen Wert nur zu bestimmten diskreten Zeitpunkten.(https://www.daowen.com)
T6B
Die Systemtheorie beschäftigt sich nicht mit der Realisierung eines Systems aus bestimmten Bauteilen,sondern mit den Beziehungen,die das System zwischen den Eingangs-und Ausgangsgröβen herstellt.Es interessiert nur die formale Gestalt der Zusammenhänge,nicht die Spezialisierung auf bestimmte Anwendungsfälle.Damit erreicht die Systemtheorie eine vereinheitlichte Darstellung von Prozessen aus verschiedenen Bereichen und fordert eine interdisziplinäre Betrachtungsweise.In der Systemtheorie spielen einige spezielle Signale eine fundamentale Rolle,da sie gewisser maβen als Grundbausteine zu verschiedenen Darstellungen von allgemeinen Signalen verwendet werden können.
T6C
Definition lineares Optimierungsmodell
Bei diesem Problem handelt es sich um ein lineares Optimierungsmodell,weil die Zielfunktion und alle Nebenbedingungen lineare Komponenten enthalten.Weitere Unterteilungen der Optimierungsmodelle sind noch ganzzahlig lineare,binär lineare und nichtlineare.Auf die nichtlinearen wird nicht eingegangen,da sie sehr kompliziert zu lösen sind.
Jedes linear zu maximierende Optimierungsproblem lässt sichübrigens auch in ein zu minimierendes transformieren und umgekehrt.Dazuändert man bei jedem Koeffizienten in der Zielfunktion einfach das Vorzeichen.Eine”kleiner-gleich-Nebenbedingung“wird durch die Multiplikation beider Seiten mit minus 1 in eine”gröβer-gleich-Restriktion“transformiert.Wenn eine Nebenbedingung als Gleichung vorliegt,wird sie in zwei Ungleichungen umgewandelt mit”gröβer-gleich“und”kleiner-gleich“.Die Nichtnegativitätsbedingung bleibt als einzige gleich.
T7A
Motor und Generator
Bei elektrischen Maschinen unterscheidet man Motoren und Generatoren.Motoren wandeln elektrische in mechanische Energie um.Sie liefern die Kraft oder das Drehmoment zur Steuerung der Bewegung einer Masse.Ein Generator wandelt im Gegensatz zum Motor mechanische Energie in elektrische Energie um.Die wichtigste Anwendung von Generatoren sind Kraftwerke zur Stromerzeugung.Bei den meisten Kraftwerkstypen wird in Wasser oder Dampfturbinen zunächst mechanische Energie erzeugt und anschlieβend in elektrische Energie gewandelt.
T7B
Leistungsschild
Die wichtigsten Kennwerte von Elektromotoren sind auf deren Leistungsschild angegeben jedoch nicht bei Kleinstmotoren.Angegeben sind der Hersteller,die Typenbezeichnung und die Maschinenart.Bemessungsspannung(Nennspannung),Bemessungsfrequenz,Bemessungsstrom,Bemessungsleistung(mechanische Leistungsabgabe)für die angegebene Betriebsart,Bemessungsdrehzahl und Bemessungs-Leistungsfaktor,d.h.Verhältnis von Wirkleistung zu Scheinleistung s(s=UI),sind ebenfalls angegeben.Wenn keine Betriebsart angegebenen ist,kann der Motor im Dauerbetrieb(S1)mit der angegebenen Bemessungsleistung belastet werden.
Auf dem Leistungsschild eines Elektromotors sind alle Angaben enthalten,die zur Beurteilung des Motors erforderlich sind.
T7C
Zwei Drittel aller elektrischen Maschinen sind Asynchronmaschinen.Betrachtet man nur die Motoren,liegt der Anteil noch höher.Die groβe Verbreitung liegt darin begründet,dass der Asynchronmotor mit Käfigläufer die betriebssicherste und wartungsärmste elektrische Maschine darstellt.Er kann direkt amüberall zur Verfügung stehenden Wechsel-bzw.Drehstromnetz betrieben werden.Von Nachteil ist beim Asynchronmotor,dass er am 50Hz-Netz nur eine maximale Drehzahl von 3 000 umdrehungen pro Minute erreicht und dass eine freizügige Drehzahlverstellung nur mit erheblichem Aufwand oder mit hohen Verlusten möglich ist.Die moderne Stromrichtertechnik stellt verschiedenartige Frequenzumrichter für die Asynchronmaschine zur Verfügung.Ausgeführte Umrichter-Antriebe zeigen das gleiche Betriebsverhalten wie der bewährte Stromrichter-Gleichstromantrieb.Durch moderne Entwicklungen auf den Gebieten Leistungshalbleiter und Rechnersteuerung hat der Stromrichter-Drehstromantrieb gegenüber dem Stromrichter-Gleichstromantrieb an Bedeutung gewonnen.
T8A
Ein Regelkreis besteht aus dem Regler,der Regelstrecke und einer negativen Rückkopplung der Regelgröβe y auf den Regler.
Die Regelabweichung e wird durch die Differenz der Führungsgröβe und Regelgröβe e=w—y gebildet und ist die Eingangsgröβe des Reglers.Die vom Regler bei einer Abweichung ermittelte Stellgröβe u wirkt dann auf die Strecke und somit auch auf die Regelgröβe ein,um ihn auf den gewünschten Wert zu bringen und dort zu halten.
Die Störgröβe z ist eine von auβen wirkender Gröβe,die die Regelgröβe verändert,somit nicht gewünscht ist und kompensiert werden muss.
Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Reglertypen(P-Regler,I-Regler,PIRegler,PD-Regler und PID-Regler)und die Wahl eines bestimmten Reglers hängt von der geforderten Regelgenauigkeit und dem geforderten Zeitverhalten ab.
T8B
Das Grundprinzip besteht darin,den Wert der Regelgröβe zu messen.Durch die Rückkopplung der Regelgröβeüber Messglied und Regler zur Steuergröβe entsteht ein geschlossener Wirkungskreis.Der geschlossene Kreis ist das eindeutige Unterscheidungsmerkmal einer Regelung.Die meisten Regelungen werden verwendet,um den Einfluss von Störungen,die innerhalb des Systems stattfinden,zu kompensieren.Die Regelgröβe soll den vorgegebenen festen Sollwert einhalten:Festwert-oder Störgröβenregelung.Soll die Regelgröβe zusätzlich gezielt verändert werden,so handelt es sich um eine Folge-oder Nachlaufregelung.Der variable Sollwert wird Führungsgröβe genannt.Wenn keine Störungen zu kompensieren sind,kann die Führungsgröβe lediglich die Eingangsgröβe einer Steuerung sein.
T8C
Das Prinzip der Selbstregulierung durch Rückkopplung ist in automatisierten Maschinen weit verbreitet.Wurden Steuerungen und Regelungen in der Vergangenheit meist durch digitale und analoge diskrete Bauteile aufgebaut,so werden heute die erforderlichen Algorithmen häufig auf einem Digitalrechner,meist einem Mikrorechner,als Programme implementiert.Solche Programme führen dazu folgende Schritte aus:
1.Messe die Werte aller Variablen,die das Verhalten des Systems repräsentieren mit Hilfe von Sensoren.
2.Vergleiche die Messwerte mit den Sollwerten.
3.Ist eine Regelabweichung vorhanden,so entscheide,welche Maβnahme die Abweichung minimieren kann.
4.Führe die erforderliche Maβnahme durch.
5.Springe zum Schritt 1.und erzeuge dadurch die Rückkopplung.
T9A
Das Wort”Informatik“ist aus den Wörtern”Information“und”Automatik“gebildet und wird definiert als die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Informationen,insbesondere deren automatische Verarbeitung mit Hilfe von Digitalrechnern.
Die Hauptrichtungen der Informatik sind:Theoretische Informatik(Theoretische Grundlagen der Datenverarbeitung),Praktische Informatik(Praktische Durchführung von Softwareprojekten),Technische Informatik(Technische Grundlagen für die Realisierung von Systemen zur digitalen Datenverarbeitung)und Angewandte Informatik(Praxis von Computeranwendungen).
T9B
Der Senderübermittelt dem Empfänger eine Nachricht,dieüber eine gewissen Sachverhalt Auskunft gibt.Vor dem Erhalt der Nachricht herrscht beim Empfängerüber den Sachverhalt eine gewisse Unsicherheit.Der Informationsgehalt der empfangenen Nachricht ist für den Empfänger umso gröβer,je mehr die Unsicherheit des Empfängersüber den Sachverhalt durch die Interpretation der Nachricht reduziert wird.Eine Nachricht,die nur den Ankunftstag mitteilt,hat einen geringeren Informationsgehalt als eine Nachricht,die zusätzlich auch die Uhrzeit der Ankunft angibt.Eine Nachricht,die nur mitteilt,welche Mannschaft gewonnen hat,hat einen geringeren Informationsgehalt als eine Nachricht,die mitteilt,wie viele Tore beide Mannschaften erzielt haben.
T9C
Was sind Dualzahlen?
Das Zählen fängt beim Kleinkind wie auch bei den alten Völkern mit den Fingern an.Deswegen haben wir heute zehn verschiedene Ziffern und rechnen im so genannten Zehner-oder Dezimalsystem.
Das Stellenwertsystem funktioniert auch mit jeder anderen Anzahle von Symbolen.Computer etwa kennen nur zwei Symbole:0 bedeutet Strom aus,1 Strom an.Alle anderen Zahlen werden mit diesen beiden Ziffern gebildet.Das Zahlensystem mit 1 und 0 wird das Dualsystem genannt.Auch hier hat eine 1 unterschiedliche Werte,je nachdem wo sie steht.An der letzten Stelle bedeutet sie 1,an der vorletzten 2,an der vorvorletzten 4,an der vorvorvorletzten 8.
Mit Dualzahlen kann man rechnen wie mit Dezimalzahlen.Bei einer Addition schreibt man zum Beispiel die beiden Zahlen untereinander und zählt die Stellen rechts beginnend zusammen.
Einziger Unterschied:1+1 ergibt eine 0 und einenÜbertrag(ähnlich wie im Dezimalsystem bei 5+5).
T10A
Energie erfüllt eine unverzichtbare Hilfsfunktion für den Menschen.Man braucht Energie,um ein Haus zu beheizen,einen Raum zu beleuchten,einen Berg zu besteigen,Fahrzeuge und Anlagen zu betreiben usw.Energie kann von einem System zu einem anderenübertragen werden.Dabeiändert sich der Zustand der beiden Systeme.Das abgebende System besitzt nach dem Prozess weniger,das aufnehmende System mehr Energie als vorher.Energie bleibt bei allen Wandlungen der Erscheinungsformen und des Erscheinungsortes erhalten,aber im Verlauf von Umwandlungs-und Transportprozessen nimmt der Nutzwert der Energie ab,weil sie in eine Formübergeführt wird,mit der nichts Nützliches mehr gemacht werden kann.
T10B
Zur Erzeugung elektrischer Energie werden heute im Wesentlichen fossile Brennstoffe,Kernenergie und Wasser herangezogen.Die in diesen natürlichen Energieträgern enthaltene Energie wird als Primärenergie bezeichnet.Die Umwandlung dieser Primärenergie in elektrische Energie erfolgt vorwiegend in fossil befeuerten Kraftwerken,Kern-und Wasserkraftwerken.
Zurzeit werden in Deutschland ca.60%der inöffentlichen Netzen benötigten elektrischen Energie durch fossil befeuerte Kraftwerke gedeckt.Im Vergleich zu den anderen Kraftwerksarten wird daher auf diesen Typ ausführlicher eingegangen.
In den Kraftwerken wird je nach Bauart und Ausführung eine Spannung zwischen 6 k V und 30 k V erzeugt.Diese wird zum Transport,z.B.im europäischen Verbundnetz in Höchstspannungsleitungen von z.B.380 k V heraufgespannt.Am Mittelspannungsnetz(10 k V bis 30 k V)sind Tarifkunden mit abnehmergeeigneten Transformatorenstationen und die Ortsnetzstationen für den Niederspannungsbereich angeschlossen.Die Energieversorgung innerhalb eines Gebäudes erfolgt vom Hausanschluss.
T10C
Drehstromsysteme
Im Niederspannungs-Drehstromnetz bezeichnet man die Drehstromsysteme nach den Erdungsverhältnissen.Die Bezeichnung der verschiedenen Verteilungssysteme erfolgt international durch Buchstaben,z.B.TN-,TTund IT-System.Im TN-System ist der Sternpunkt der Stromquelle direkt geerdet.Die Körper der angeschlossenen Verbraucher sind mit diesem Punkt des Transformators verbunden.Im Fehlerfall,z.B.bei Körperschluss wird der Fehlerstromkreisüber den Schutzleiter geschlossen und eine automatische Abschaltung innerhalb der festgelegten Zeit erfolgt.Beim TN-System unterscheidet man drei Arten,das TN-S-,das TN-C-und das TN-C-S-System.Die Verbindung der Körper im TN-C-System,z.B.inöffentlichen Verteilersystemen,erfolgtüber den PEN-Leiter,d.h.ein Leiterübernimmt Neutraleiter-und Schutzleiterfunktion,Im TN-S-System,z.B.in Installationen in Wohnungen sind Neutralleiter N und Schutzleiter PE getrennt.